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MONDAY 16:15 trending_flat 18:33

Phi – eine kleine Biografie
– vor ca. 6 Jahren für das Jura-Studium nach Köln gezogen und nach
zwei Wochen direkt auf der richtigen Party gelandet von einem kleinen
Kollektiv und dort alle meine Freunde (bis heute) kennenlernen dürfen
und war so fasziniert dem Wesen ‚Techno‘, dass ich direkt anfing das
kleine Kollektiv zu unterstützen – so fing es an, dass ich die nächsten 2/3
Jahre, vor allem im Sommer mit Open Airs, diverse Partys selbst
veranstaltete..
– in diesen Jahren schon merkte, dass ich Tracks sammelte, die mir wie
ein Musiktagebuch dienten, ein bestimmtes Lied und zack waren dazu
die dazugehörigen Erinnerungen komplett präsent
– die Menschen im Kollektiv sind am Ende leider verschiedene Wege
gegangen, aber da hatte die ‚Zwischenmiete‘ eine Partyreihe aus Köln
mich sehr dankbar unter ihre Fittiche genommen. Ich merkte schnell das
bei mir Musik viel mehr auslöste als bei anderen und bald niemanden in
meinem Umfeld hatte, der so fühlte und ich vergass um den Stellenwert
der Musik in meinem Leben
– bis jemand mich wieder erinnerte – ein Mensch, der selbst als Dj Musik
auflegte und so viel Leidenschaft in dieses Thema steckte, dass ich
direkt für ihn gebrannt habe (immer in Dankbarkeit an Max Jennoschek).
Er war der erste Mensch, der sich alle Tracks anhören wollte und die
dazugehörigen Geschichten von 4 Jahren (ca 200) und ich dabei schnell
merkte wie sehr es Teil von mir war
– wir sind ein Paar geworden (war ja klar, haha) und ziemlich schnell hat
er alles daran gesetzt mich an die Player zu stellen, damit ich mit dem
auflegen anfangen sollte. Er hatte die Technik und selbst Veranstalter
einer Partyreihe auch den Wunsch mich dort spielen zu lassen – schon
ein Halbes Jahr bevor ich zum ersten Mal an die Technik ging – hatte
diverse Programme wie Recordbox, Traktor etc auf meinem Pc
installiert. Ich wusste einmal angefangen, wird es ein heftiges Ausmaß
erlangen und dafür musste ich bereit sein.
– im Februar 2019, nach einer Party die wir organisierten, dann endlich
zu Hause zum ersten Mal daran ging, er hatte schon den Stick mit 20
meiner Lieblingslieder parat – zeigte mir drei Tasten und ließ mich dann
allein damit und ich spielte einfach mal daran rum
– wir trennten uns kurz darauf und dieser Trennung habe ich zu
verdanken, dass ich all mein Schmerz in der Musik ausleben konnte.
Das Leben meinte es dabei gut mit mir, ohne einen Cent trotzdem immer
die Möglichkeit zum spielen hatte zb. in dem Studio eines Freundes und
der Technik, geliehen von anderen Freunden – nur noch ‚gezockt‘ habe.
Dabei ließ man mich einfach machen, denn während der Stunden beim
spielen, mir das ganze selbst beibrachte
– am 1. Mai 2019 veranstalteten wir eine Party, wo ich mein offizielles
Debut hatte und auch zum ersten Mal Feedback vor richtigem Publikum
bekommen hab und dann fing es an, dass alles immer zur richtigen Zeit
am richtigen Ort passierte
– am 19. Juli 2019 mein erster großer Gig im Odonien in Köln, auch dort
mich die richtigen Leute hörten wie Joseph Disco, der nach mir spielte.
Ich hatte das Glück, viel Support zu bekommen und spielte in diversen
Clubs von Köln
– im September der größte Gig im Artheather und das Feedback war für
mich so überwältigend, dass es mich bis heute sprachlos macht. Es
wurden immer mehr Gigs und ich bekomm viel Input aus der Szene,
dabei aber auch schnell merkte, dass ich den >Bezug zur Musik nicht
verlieren darf
– 1x in der Woche durfte ich in dem besten Club (Funktion one vs.Void)
dem Gewölbe üben. Ganz für mich allein, war das der Tag um alles zu
verarbeiten und diesen regelmäßigen Tagen, habe ich auch zu
verdanken, dass ich in meinem Lernprozess soweit bin wie ich bin (ich
war 3 Jahre schon selbst als Mitarbeiterin tätig an der Theke, deswegen
auch die Möglichkeit hatte)
– am 7. März der letzte Gig im Gewölbe auch der Letzte vor der
Pandemie war
– jetzt zur zeit beschäftige ich mich mehr mit Musik den je, mit so vielen
guten und begabten Freunden, viel Input bekomme auch für
Produktionen und zudem in ein Studio gekommen bin, dass alles hat
was man sich wünschen kann und die Freiheit es nutzen, wie und wann
man möchte und genieße diese Zeit damit nutzen zu können
-die Zwischenmiete musste ich leider aufgrund Gruppeninterner Zensur
auf diverse Ebenen bezogen, leider schweren Herzens verlassen


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